Was macht einen guten Bestatter aus?

Fabian Wroblowski • 20. Dezember 2024

Zertifizierungen vs. frei denken und handeln

Gibt es gute und weniger gute Bestatter? Ich glaube, das ist nicht die Frage sondern eher: Bei wem fühlst Du Dich gut aufgehoben, bei wem hast Du ein gutes Bauchgefühl? Diese Frage beantwortet sich in einem Erstgespräch, zu dem Du übrigens gerne auch in Begleitung kommen darfst. Mein Tipp: Nimm immer eine Person Deines Vertrauens mit, denn vier Ohren hören immer mehr als zwei. Zum anderen verleiht dies auch ein wenig Sicherheit und Ruhe. Oft fällt Menschen der Besuch beim Bestatter nicht unbedingt leicht.


Ob der Bestatter auch DEIN Bestatter sein soll, das wird das persönliche Gespräch zeigen, in dem sich Zeit genommen wird für Dich und Deine Fragen und Anliegen und die der Familie. Auch an dieser Stelle mein Tipp: Lass' Dich nicht unter Entscheidungsdruck setzen. Wenn Du nur einen Moment das Gefühl hast, dass Du mit Deinen Wünschen nicht wahrgenommen wirst, dann darfst Du immer sagen: Nein Danke, ich möchte mich nochmal anderweitig beraten lassen.


Du sollst die Zeit haben, alle Fragen zu stellen, die Dir wichtig sind. Und Du sollst die Zeit haben, in Ruhe das Besprochene nochmal zu durchdenken, um dann die für Dich genau richtige Entscheidung zu treffen. Sympathie entscheidet zwar auch, ja, aber insgesamt muss es ein Rund-um-Paket sein, dass Dich trägt und alle Wünsche und Vorstellungen widerspiegelt.


Oft kommt die Frage, ob denn die zertifizierten Bestattungsunternehmen | Meisterbetriebe | Fachgeprüften Betriebe nicht sowieso die besten sind. Auch hier möchte ich gerne aufklären: 

Das muss nicht so sein! Ich habe mich vor ein paar Jahren entschlossen, keinem Verband mehr zugehörig sein zu wollen, auch nicht teure Zertifizierungen oder Titel zu erwerben – warum? Weil mich das freier denken und handeln lässt. Auch in Eurem Sinne - den man sollte genau hinschauen und Fragen stellen.


Lass' Dich also nicht beirren. Mach' Dir in Ruhe ein Bild, lerne die Menschen kennen und vielleicht siehst Du Unterschiede zwischen Bestattungsunternehmen/Bestattungsinstituten und Bestattungshäusern, lerne die Philosophie kennen und vor allem auch die Haltung des Teams.

Und wenn Du im Gespräch das Gefühl hast, dass Du alle nötigen Entscheidungsfreiheiten kennst und auch hast, um für Dich und Deine Angehörigen die beste Wahl treffen zu können, dann hast Du den richtigen Begleiter gefunden.


Herzlichst, Fabian Wroblowski 




von Fabian Wroblowski 14. April 2026
Erinnerungen sind wie Besucher: manche bleiben kurz, andere wollen länger bleiben. Ruhen lassen bedeutet nicht Vergessen, sondern ihnen einen sicheren Platz geben, an dem sie nicht ständig Aufmerksamkeit fordern. Wenn wir Erinnerungen nicht sofort bewerten oder bekämpfen, verlieren sie oft ihre Dringlichkeit. So entsteht innerer Freiraum für Gegenwart und Klarheit. Praktische Schritte zum ruhigen Sortieren sind zum Beispiel: Atmen und Abstand schaffen Nimm dir bewusst 3–5 Minuten, um ruhig zu atmen, bevor du beginnst. Ein klarer Atem beruhigt das Nervensystem. Benennen ohne Urteil Notiere kurz, welche Erinnerung auftaucht: Was ist die Erinnerung? Wie fühlt sie sich an? Keine Analyse, nur Benennung. Einordnen statt festhalten Entscheide innerlich, ob die Erinnerung Pflege braucht (weiteres Nachdenken, Gespräch, Trauern) oder Ruhe braucht (sicher abgelegt werden kann). Sicherer Ort für Erinnerungen Stelle dir einen inneren Schrank oder eine Kiste vor: du legst die Erinnerung hinein, schließt die Tür und weißt, dass du sie später öffnen kannst. Ritual für Abschluss Ein kurzes Ritual (z. B. Hände auf den Bauch legen, drei tiefe Atemzüge) signalisiert deinem Körper, dass die Sortierung beendet ist. Vielleicht hast Du Lust unsere Meditation auszuprobieren: Geführte Meditation zum Erinnerungen ruhen lassen Vorbereitung Setze oder lege dich bequem. Schließe sanft die Augen. Erlaube dir, für die Dauer dieser Übung nichts anderes zu tun. Atemankunft Atme langsam durch die Nase ein, zähle innerlich bis vier. Halte kurz, atme aus und zähle bis sechs. Wiederhole das fünfmal. Atem: Einatmen 1 2 3 4 Ausatmen 1 2 3 4 5 6 Scanne langsam deinen Körper von den Füßen bis zum Kopf. Nimm jede Stelle wahr, ohne etwas verändern zu wollen. Wenn du Spannung findest, atme dorthin und lass beim Ausatmen los. Stelle dir vor, eine Erinnerung nähert sich wie ein Besucher auf einem Weg. Begrüße sie innerlich mit einem freundlichen Nicken. Sage in Gedanken: „Du darfst hier sein.“ Vor dir erscheint eine schöne, sichere Kiste. Sie ist stabil, warm und genau richtig groß. Lege die Erinnerung behutsam hinein. Schau, wie sie Platz nimmt. Schließe den Deckel mit dem Wissen: Hier ruht sie sicher. Wenn mehrere Erinnerungen kommen, wiederhole das Einlegen. Für jene, die Pflege brauchen, markiere sie mit einem kleinen Band und lege sie in eine separate Ecke der Kiste. Für jene, die Ruhe brauchen, lege sie einfach hinein und schließe den Deckel. Atme tief ein, spüre den Raum in deiner Brust. Sage innerlich: „Ich ordne. Ich ruhe. Ich bin jetzt hier.“ Öffne langsam die Augen und nimm einen Moment, um die Stille zu spüren. Zum Abschluss: Erlaube dir Geduld. Erinnerungen sind Teil deiner Geschichte, nicht ihr Chef. Indem du ihnen einen ruhigen Platz gibst und zugleich sorgsam sortierst, schenkst du dir selbst Freiheit und Klarheit. Gerne kannst Du uns kontaktieren, wenn Du Fragen hast oder vielleicht Informationen zu anderen Angeboten der Trauerzentren Rhede – Bocholt – Isselburg – Emmerich a.R. erfahren möchtest. Es grüßt herzlichst Fabian
von Fabian Wroblowski 31. März 2026
Trauer verändert die Welt eines Menschen. Ein Blickwechsel bedeutet, kurz die eigene Perspektive beiseitezuschieben und bewusst wahrzunehmen, was andere gerade brauchen. Das ist keine Pflicht, sondern eine Haltung der Achtung, die trauernden Menschen Raum und Würde schenkt.
von Fabian Wroblowski 2. März 2026
Was ist ein Sternenkind? Ein einfühlsamer Überblick über Rechte, Abschiedsmöglichkeiten und Wege der Erinnerung. Für Eltern, die Trost, Würde und liebevolle Begleitung suchen.
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Todesfall zu Hause oder im Heim: Wichtige erste Schritte, rechtliche Hinweise und warum Du Dir Zeit für Entscheidungen nehmen darfst.
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Wenn ein Mensch, den wir lieben, geht, bleibt eine Stille, die sich anfühlt wie ein Raum ohne Türen. Diese Zeit ist schwer, zart und voller Fragen. Wir vom Familiären Bestattungshaus möchten Dir sagen: Du musst diesen Weg nicht allein gehen.
von Fabian Wroblowski 18. Januar 2026
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Individuelle Abschieds- und Trauerrituale helfen, Erinnerungen lebendig zu halten und Trost zu finden – auch lange nach der Beisetzung. Entdecke liebevolle Rituale für einen persönlichen Abschied.
von Fabian Wroblowski 8. Dezember 2025
Es tut mir leid, dass du das erleben musst. Einsamkeit nach einem Verlust eines wundervollen Menschen kann tief und schwer sein. Mit diesem Blogbeitrag möchte ich (nicht nur) Dir sanfte, praktische Hilfen geben.
von Fabian Wroblowski 26. November 2025
Das gemeinsame Einbetten kann ein wertvoller Teil zur Trauerbewältigung sein.
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